Hab und Gut in aller Welt: Kambodscha

Hab und Gut in aller Welt: Kambodscha


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Ja

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Letzte Aktualisierung: 14 Nov 2018 - 21:07

Allgemeine Informationen

Video on Demand VoD (kostenpflichtig). Bis heute leidet Kambodscha unter den Traumata, die die Herrschaft der Roten Khmer hinterlassen hat. «Es war ein Leben wie in der Hölle», sagt Ngob Ngèt. Der Lehrer lebt mit seiner Frau, der Weberin Sâm-Ol und den fünf Kindern, einem Enkelkind und Sâm-Ols Vater in einem Dorf in der Provinz Takeo, südlich von Phnom Penh. Die älteste Tochter lebt mit ihrem Sohn seit ihrer Scheidung vom Kindesvater wieder bei ihren Eltern und beklagt die in ihrem Land vorherrschende Schlechterstellung von geschiedenen Frauen gegenüber geschiedenen Männern. Frauen werden nach dem Scheitern einer Ehe gesellschaftlich verachtet und haben meist keine Chance, nochmals zu heiraten. Geschiedene Männer hingegen können ohne Schande – auch mehrmals – wieder heiraten. An guten Tagen, wenn die Töchter den Haushalt machen, webt Sâm-Ol zwei Meter Seidenstoff. Dafür bezahlt ihr der Händler zwei US $. Ngob Ngèt verdient als Lehrer 15 US $ im Monat. So sind es die Reisfelder, die in Wirklichkeit die Ernährung der Familie sichern. Durch sie haben alle genug zu essen, können Kleidung und Medikamente kaufen und die Kinder zur Schule schicken. Obwohl Ngob Ngèt und Sâm-Ol in ihrem Dorf noch immer auf Strom und fließendes Wasser verzichten müssen, möchten sie nirgendwo anders leben als in Kambodscha.

Deutsch, Englisch, Französich


Deutschland / Kambodscha, 2003

Pädagogische Informationen

Filmsprachen sind Khmer, Deutsch und Französisch mit Untertiel auf Deutsch, Französisch und Englisch. Das didaktische Begleitmaterial ist konzipiert als Zusatzangebot, das den Lehrpersonen Vorschläge für die Auswertung und Vertiefung des Films im Unterricht bietet. Es ist modular einsetzbar und enthält ergänzende Hintergrundinformationen, didaktische Impulse und Arbeitsblätter. Lernziele: (1) Die Schüler/innen setzen sich mit Geschichte und Diktatur in Kambodscha auseinander. (2) Die Schüler/innen lernen am Beispiel der Textilindustrie in Kambodscha Ungleichheiten im globalen Wettbewerb kennen und setzen sich damit auseinander. (3) Die Schüler/innen setzen sich mit den eigenen Wohnverhältnissen im Vergleich zu der im Film dargestellten kambodschanischen Familie auseinander. (4) Die Schüler/innen lernen eigene Wünsche und Träume kennen und teilen diese mit. (5) Die Schüler/innen erarbeiten miteinander die Bedeutung von Haben und Nichthaben, Besitzen und Nichtbesitzen, Geld und Lebensstandard in ihrem eigenen Umfeld.

Lehrplan 21