Hab und Gut in aller Welt: Haiti

Hab und Gut in aller Welt: Haiti


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Ja

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Letzte Aktualisierung: 14 Nov 2018 - 21:07

Allgemeine Informationen

Video on Demand VoD (kostenpflichtig). Marie und Reme Jean-François wohnen mit fünf Kindern in der Stadt Jacmel an der Südküste des Landes. Beide üben den Beruf der Schneiderei aus. Auch wenn Marie Tag und Nacht näht, reicht das Geld nicht für Essen, Schulgeld, Strom und die Reparaturen am Haus. Reme handelt nebenbei mit Brettern, bewirtschaftet ein kleines Stück Land. «Als Schneider verdiene ich nicht sehr viel, weil alle Altkleider tragen», stellt Reme bitter fest. Vor 20 Jahren kamen die ersten Altkleider aus den USA. Von den Menschen in Haiti werden sie «Müll der Weißen für die Schwarzen» genannt. Damit sich die Haitianer/innen, die bei den meisten Banken als nicht kreditwürdig gelten, auch größere Anschaffungen leisten können, haben sie das sog. «SOL-System» ins Leben gerufen. Marie und Reme legen mit 50 weiteren Personen Woche für Woche einen Teil ihres Lohnes zusammen. Die Gesamtsumme erhält jeden Samstag eine der 52 Teilnehmenden und bekommt somit die Chance für eine größere Investition. Wasser gibt es nur zweimal die Woche in Jacmel. Dann wird alles gefüllt, was an Behältern da ist. Aber wenigstens ist der Ort gut mit Elektrizität versorgt. Seit zwölf Jahren baut die Familie am eigenen Haus. In zwei Jahren soll es endlich fertig sein. Maries großer Traum ist es, ihrem Vater nach Miami zu folgen, dort zu arbeiten und mehr zu verdienen. Reme dagegen hofft auf eine Verbesserung im eigenen Land. Er träumt von einem schönen Haus, einem großen Auto und einem eigenen Laden. Die Hoffnung darauf wird er erst aufgeben, wenn er stirbt. Mit pädagogischem Begleitmaterial (PDF)

Deutsch, Englisch, Französich


Deutschland / Haiti, 2003

Pädagogische Informationen

Filmsprachen sind Kreol, Deutsch und Französisch mit Untertitel auf Deutsch, Französisch und Englisch. Das didaktische Begleitmaterial ist konzipiert als Zusatzangebot, das den Lehrpersonen Vorschläge für die Auswertung und Vertiefung des Films im Unterricht bietet. Es ist modular einsetzbar und enthält ergänzende Hintergrundinformationen, didaktische Impulse und Arbeitsblätter. Lernziele: (1) Die Schüler/innen setzen sich mit eigenen Bekleidungsgewohnheiten auseinander. (2) Die Schüler/innen lernen die Problematik von Altkleidern in Ländern des Südens kennen. (3) Die Schüler/innen setzen sich mit der Kreativität des Sol-Systems, das in vielen Ländern des Südens existiert, auseinander. (4) Die Schüler/innen lernen eigene Wünsche und Träume kennen und teilen diese mit. (5) Die Schüler/innen erarbeiten miteinander die Bedeutung von Haben und Nichthaben, Besitzen und Nichtbesitzen, Geld und Lebensstandard in ihrem eigenen Umfeld.